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Von Dr. Klaus Wieser.

Jeder bewusste Christ und sogar jeder, der sich mit dem Christentum nur oberflächlich befasst hat, weiß von dem Missionierungsgebot unseres Religionsstifters Jesus von Nazareth, das wie folgt lautet: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Quellen:– Mt 28,16–20 EU;
Parallelstellen sind: Mk 16,15–18 EU, Lk 24,47–49 EU, Joh 20,21 EU und Apg 1,4–8 EU.

Welche Stellung diese im Zusammenhang mit anderen Pflichten für das „Bodenpersonal“ der beiden deutschen Staatskirchen hat, ist eine knifflige theologische Frage. Man darf aber vermuten, dass das Missionierungsgebot eine bedeutsame Aufgabe für Pastoren und Priester ist. Das muss in diesem Zusammenhang genügen. Eine Diskussion darüber in der AfD rechtfertigt sich angesichts der Migration vieler Muslime nach Deutschland und durch die vehementen Bemühungen beider Staatskirchen für deren unbegrenztes Bleiberecht, für einen grenzenlosen Zuzug ihrer Familienangehörigen und der erklärten Zielsetzung ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft.

Die beiden christlichen Staatskirchen gehen mit ihrem Handeln nämlich weit über das Gebot der Nächstenliebe hinaus, das Hilfe an dem „Nächsten“ fordert. Man könnte auch sagen, sie setzen sich in Wirklichkeit für die „Fernsten“ ein; höchstwahrscheinlich auf Kosten der „Nächsten“. Dieser Einsatz der beiden großen christlichen Kirchen geschieht nämlich meistens zugunsten der Anhänger einer Religion, die sich nicht nur dem Christentum gegenüber als Konkurrenz versteht sondern ihm regelrecht feindlich begegnet. Der Islam hat das vorderasiatische Entstehungsgebiet des Christentums erobert und es dort bis auf wenige Reste ausgerottet. Die wenigen übrig gebliebenen Chaldäer, Aramäer, Orthodoxe usw. sind in unserer Zeit teilweise den letzten Kriegsereignissen zum Opfer gefallen, vegetieren in Flüchtlingslagern dahin oder sind – besonders nach Schweden und Deutschland – ausgewandert/geflohen. Der sich immer mehr zivilisatorisch zurück entwickelnde Islam scheint gegenwärtig das Ziel zu haben, auch noch den Rest des Christentums im Vorderen Orient auszurotten.

Die eingetroffenen mehrheitlich jungen muslimischen Männer auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück im Goldland / Schlaraffenland Deutschland sind selten politische Verfolgte nach unserem Grundgesetz und auch keine Kriegsflüchtlinge im Sinne der UNO – Deklaration. Sie müssen fürchten, wieder ausgewiesen zu werden. Diese muslimischen Zuwanderer haben häufig von dem „Kirchenasyl“ und von den anderen ihnen gutwillig dargebrachten Spenden und Hilfen der Kirchen und der Gläubigen Gebrauch gemacht und damit von denjenigen profitiert, die sie in ihrer Heimat teilweise bekämpften. Nach den bisherigen Erfahrungen muss leider ausgeschlossen werden, dass sich diese Erlebnisse hier in einem anständigen Umgang mit den restlichen Christen zu „Haus“ niederschlagen wird, falls sie in ihre Heimat zurück kehren.

Falls sie überhaupt wollten, hätten diese muslimischen Immigranten die Möglichkeit, sich im besonderen Maße mit dem Christentum zu beschäftigen und könnten sich taufen lassen. Viele würden das vielleicht auch tun, wenn nicht der Religionsgründer des Islams vorgebeugt hätte. Den Abtrünnigen wird die Todesstrafe angedroht. Ob das im Jenseits oder im Diesseits geschehen solle, hängt von der Interpretation ab. Sollten Muslime aus bestimmten Ländern hier in Deutschland zum Christentum konvertieren, könnten sie theoretisch in ihrer Heimat des Todes sein-und nicht nur dort. Allerdings dürfen Neuchristen in der Praxis häufig in Deutschland bleiben. Deshalb wird von Zuwanderern der Übergang vom Islam zum Christentum nicht selten als Rezept angesehen, ein dauerndes Bleiberecht zu bekommen. Wie häufig diese Fälle sind, bleibt letztlich unklar, denn die Dunkelziffer ist sehr hoch. Auf einem anderen Blatt steht, dass es neben den „reinen“ Konvertiten andere gibt, bei denen die Motivlage für die Konversion eine Mischung zwischen Glaubensüberzeugung und pragmatischem Handeln ist, um in Deutschland bleiben zu dürfen.

Abgesehen davon, dass der Übergang zum Christentum nicht als Instrument für ein Bleiberecht in Deutschland missbraucht werden sollte, hat aus vernünftiger Sicht ein Konvertit es leichter, sich in unsere Gesellschaft- falls es dann gewollt ist – einzugliedern. Das ist ohnehin die Ursache dafür, dass hier einwandernde Christen aus dem Orient leichter zu integrieren sind. Das gilt auch, obgleich die deutsche Gesellschaft stark säkularisiert ist. Insofern wäre eine gelungene Konversion ein gutes Instrument für eine Integration von anerkannten Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen nach der Genfer Konvention. Allerdings ist bekannt, dass unseres „Herrgotts Bodenpersonal“, den Missionierungsauftrag nicht oder nur nachlässig durchführt. Zur Entschuldigung dafür wird immer mit den Nachteilen argumentiert, die die bisherigen Muslime/Neuchristen- auch hier in Deutschland- erleben mussten: Bis hin zum Mord an den Abtrünnigen. Bei einer Rückkehr in ihre Heimat könnte das allen Proselyten drohen.

In Wirklichkeit scheinen jedoch viele evangelischen Pastoren die „Glaubensstärke der Moslems“ oder aber die „Durchsetzungsfähigkeit“ dieser Religion zu bewundern und machen sich deshalb nicht die Mühe, mit ihr in den Wettbewerb zu treten. Es ist zwar so, dass das Christentum nicht mehr von sich aus die Strahlkraft hat, sich ohne engagierte Verkündung allein gegen den Islam durchzusetzen. Es müssten dafür schon einige Mühen und Zeit aufgewandt werden – Anstrengungen, die die beamteten und etablierten „Gottesmänner“ und -frauen nicht leisten mögen. Wahrscheinlicher ist, dass sie zwischenzeitlich mit „weltlichen“ Dingen derartig überlastet sind, dass ihnen keine Kraft und Zeit mehr für eine ihrer wichtigsten Pflichten bleibt. Oder ist es das „Weltliche“ wie die Einmischung in die Tagespolitik in Wirklichkeit die wichtigste Pflicht geworden?

Angesichts des Tatbestandes, dass in unserem Land unmerklich ein tödlicher Wettbewerb zwischen dem Christentum und dem Islam – und zwar in seiner stark rückwärtsgewandten Ausprägung – begonnen hat, müssen sich die Staatskirchen entscheiden, ob sie dem Auftrag von Jesus Christus folgen wollen oder weiter ihren Weg in das religiöse Nirwana stolpern wollen. Wahrscheinlich müssen bestimmte Hindernisse zur besseren Einsicht von Priestern und Pastoren aus dem Weg geräumt werden: nämlich die Vorstellung, man könne den Islam pazifizieren, indem man ihn umarmte. Oder aber: man könne durch eine „Partnerschaft“ und durch möglichst viel Gemeinsamkeit mit den muslimischen „Brüdern“ von der Dynamik des Islams profitieren.

An dieser Stelle kann man natürlich nicht Priester und Pfarrer ermahnen; aber ihnen ist die Lektüre des Korans und der Hadithe zu empfehlen und sich mit der Geschichte der Ausbreitung des Islams in Nordafrika und Kleinasien zu beschäftigen – nämlich dort, wo einst das Christentum durch den Islam so gut wie ausgerottet wurde. Vielleicht trägt dieses dazu bei, die bisher vielerorts gezeigte Naivität der Pastoren und Priester über die Natur des Islams abzubauen.
Vielleicht gelangen diese auch zur Einsicht, wer ihre wirklichen politischen Verbündeten für die Durchführung ihres Missionsauftrages sind.

Diskussion

  1. Christel Koppehele

    Feb 25, 2018  um 22:26

    Der Artikel von Dr. Wieser gefällt mir sehr, endlich meldet sich mal ein Christ mit diesem wichtigen Thema zu Wort. Sind wir nicht fast alle in Deutschland “noch” getauft? Weshalb bekennen sich aber so wenig in der Öffentlichkeit dazu? Schämen wir uns unseres Glaubens? Wollen wir es unbedingt mit Friedrich d.Gr. halten, Glaube müsse Privatsache
    im stillen Kämmerlein sein? Da zeigen uns die glaubensstolzen Muslime schon besser, wo’s langgeht! Dr. Wieser spricht vom “christlichen Bodenpersonal” – das heutzutage durch die Theologen”experten” systematisch in Unsicherheit und Verwirrung getrieben wird, da selbst ein “Franz I. in Rom” und seine Vorgänger in dieser mächtigen Zentrale lauthals verkünden, daß “Juden, Moslems und Christen an den gleichen “gott” glauben. Das anhören zu müssen, würde Luther im Grabe zu Wutausbrüchen bringen…Sola scriptura wird diese Falschausleger entlarven. Also, liebes, getauftes “Bodenpersonal”, glaubt nicht alles blind, was aus den heutigen Moscheen, pardon, Großkirchen schallt. Gelobt sei Jesus Christus! In Ewigkeit. Amen.

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