Von Dr. Klaus Wieser.

Die reichen Deutschen sollen ruhig bezahlen!

Offenbar verfängt diese These bei einem großen Teil der deutschen Bevölkerung. Dadurch fühlen sich viele Deutschen moralisch genötigt, für alles Mögliche in der Welt zu zahlen.

Das betrifft nicht nur das, was früher im deutschen Namen in der Welt angerichtet wurde und wofür gerechterweise soweit möglich Schadenersatz geleistet wurde, sondern offenbar zahlen die Deutschen ohne Murren bei vielen weiteren Anlässen – und zwar auch dann, wenn sich andere „vornehm“ zurückhalten. Deutschland trägt die Hauptlast in der EU und wir Deutsche zahlen für die Zuwanderer besonders viel.

Das ist eine besonders schwere Last.
Beispielsweise musste allein Hamburg im Jahr 2015 ungefähr 590 Millionen Euro für „Flüchtlinge“ ausgeben. Im Herbst des letzten Jahres 2016 waren es bereits über 600 Millionen Euro plus den veranschlagten 220 Millionen Mehrkosten (gemäß Informationen von NDR 90,3), die wohl eher übertroffen worden sind. Doch auch das reichte nicht: Hinzu kamen weitere 90 Mio. Euro im Bereich Kindertagesbetreuung und Rehabilitation usw.

Aber es gibt noch weitere Kosten, die kaum erwähnt werden:
Beispielsweise sind das Aufwendungen für einen Wachdienst, der den Sanitärbereich der Sportstätten der Uni für die Studenten freihalten muss. Sie werden sonst von Ausländern so stark belegt, dass die Sportstudenten sie nicht mehr nutzen können. Die medizinische Behandlung der Zuwanderer muss finanziert werden. Die Justiz ist wie die Polizei stark überlastet. Neues Personal muss ausgebildet und eingestellt werden. Zwar hieß es und heißt es immer noch, dass…„ keinem etwas weggenommen wird“!
Aber natürlich wird es das: Die Mittel für bessere Leistungen des Staates, für die Renovierung und den weiteren Ausbau der Infrastruktur, für Investitionen in die Zukunft, in Forschung und Entwicklung, für die Rückzahlung der Schulden usw. müssen eingetrieben werden und fehlen dann den Bürgern

Allein das Einströmen so vieler Menschen aus einem fremden Kulturkreis führt zu laufenden hohen Aufwendungen in Gegenwart und Zukunft.
Die deutsche Wirtschaft kann nur sehr begrenzt Menschen integrieren, die für die hoch entwickelten Technologien nicht die erforderlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und die entsprechende Arbeitstugenden aufweisen. Unterschiede in der Wertestruktur zwischen Deutschen und Zugewanderten führen zu Friktionen im laufenden Produktionsprozess und im privaten Alltag.
Und das wird lange andauern, denn eine Entlastung der deutschen Gesellschaft durch die Zuwanderer wird sich in einer Generation kaum ergeben.

Hinzu kommen noch die vielen Personen, die im Rahmen des Familiennachzugs nachströmen und von der Allgemeinheit unterhalten werden müssen. Am Ende wird die Last für die junge Generation über das ohnehin schon hohen Maß hinaus steigen, das sich aus der Überalterung der einheimischen Bevölkerung bereits ergibt.
Die hinzukommenden „Kollateralschäden“ im gesellschaftlichen Zusammenhalt lassen sich nur schwer in Euro beziffern. Die deutsche Kultur wird – ökonomisch gesprochen – gefährlich in Richtung Insolvenz schlittern.

Aber – Sind die Deutschen wirklich so reich, dass sie so belastet werden dürfen?
Hierzu sei auf eine EZB-Studie aus dem Jahr 2013 verwiesen: Danach sammelte beispielsweise hierzulande ein mittlerer Haushalt ein durchschnittliches Nettovermögen von 60.000 Euro an. Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt der Bürger in 18 (!!) Euro Staaten, die mehr als 100.000 Euro anhäufen. Interessant ist auch, dass das mittlere Vermögen in den Euro-Krisenstaaten höher ausfällt als in Deutschland. Beispielsweise liegt das mittlere Vermögen bei 170.000 Euro in Zypern und bei I50.000 Euro in Italien. Franzosen haben knapp doppelt so viel, sogar Portugiesen und Griechen haben durchschnittlich mehr als die Deutschen.

Neben dem Durchschnittswert spielt auch die Verteilung und die Anlage des Vermögens eine sehr wichtige Rolle. In dieser Beziehung sind die Verhältnisse in Deutschland alles andere als ideal. Noch brisanter ist jedoch der Tatbestand, dass die relativ ärmeren Deutschen zusammen mit an anderen Euro- Partnerstaaten Griechenland, Spanien, Portugal und Zypern mit Milliardenkrediten vor der Pleite gerettet haben.
Gegenwärtig sprudeln in Deutschland die Steuereinnahmen, die den hohen Aufwand des Unterhalts der „Flüchtlinge“ und aller damit zusammenhängender Kosten deckt. Was geschieht aber, wenn diese Quelle weniger Golddukaten fördert ?

Wie werden wohl die Kosten der Zuwanderung in der Zukunft gedeckt werden?
Die Erhöhung der städtischen Gebühren zum 1.1.2017 gibt einen Vorgeschmack. Ob es Parkgebühren und Sielbenutzungsgebühren sind, die Hausmüllentsorgung, Gehwegreinigung usw. – alles wurde zum 1.1.2017 teurer. Natürlich wird von den Verantwortlichen versucht, diese Gebührenanhebungen so zu begründen, als seien sie sozusagen aus sich selbst heraus entstanden. Aber ganz sicher ist die Gebührenerhöhung eher notwendig, um die für die Aufnahme von so vielen Zuwanderern wieder einzutreiben.
Das betrifft nicht nur die Aufwendungen für die Menschen, die aufgrund des rechtswidrigen Handelns der Bundesregierung massiert in den Jahren 2015/2016 kamen, sondern auch für die Zuwanderer, die vorher schon ins Land sickerten und gegenwärtig weiter kommen und nicht zurückgewiesen wurden bzw. werden.

Es muss den arbeitenden Menschen also viel weggenommen werden, um allen finanziellen Anforderungen gerecht zu werden. Besonders in einem Wahljahr muss das nach Ansicht der herrschenden politischen Kräfte verdeckt geschehen, weil man sonst mit negativen Reaktionen der Bevölkerung rechnen muss.

Das ist aber – wie vieles andere- zutiefst unehrlich und reiht sich in das ein, was wir in der Vergangenheit laufend erleben mussten.

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