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Von Dr. Klaus Wieser.

Dass der Begriff „deutsches Volk“ ein Problem sein kann, mutet seltsam an; aber die Mitglieder der Sekte der „ Multi Kulti- Enthusiasten“ haben es.
Um was geht es? Hierzu Wikipedia: „Volk“ bezeichnet eine Reihe verschiedener, sich teilweise überschneidender Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und Beziehungen und zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind“. Und dann weiter: „Die Zugehörigkeit zu einem Volk hat dabei neben objektiven Faktoren (wie kulturelle Verwandtschaft, gleiche Sprache und politische Schicksalsgemeinschaft) auch eine subjektive Komponente im „Sich-Bekennen“ zu einem Volk.“ Und noch weiter: „Dieser Begriff des Volkes bezeichnet nicht exakt eine bestimmte Kombination der genannten Merkmale, sondern hat einen Bedeutungsspielraum, innerhalb dessen keiner der objektiven Faktoren allein ausschlaggebend und keiner unter allen Umständen unentbehrlich ist. In diesem Sinne wird Volk als populäres Synonym zum Fachbegriff der Ethnie verwendet.“ Diese Beschreibung ist erschöpfend.
Wie viele einschlägige Begriffe der deutschen Sprache wurde der Begriff „Volk“ und besonders seine Ableitung „völkisch“ während der Zeit des Dritten Reiches besonders häufig missbraucht, so dass sich immer noch viele mit Recht scheuen, ihn zu verwenden. Der Begriff des Volkes und seiner Ableitungen ist aber aus anderen Gründen von den interessierten Hütern des „Political Correctness“ bewusst in Misskredit gehalten worden. Sie wirken dabei zusammen mit denen, die aktiv an der Gestaltung einer „Multi Kulti Gesellschaft “ arbeiten. Denen geht es um die Neugestaltung der deutschen Gesellschaft, in denen gewachsene, heimatvermittelnde Strukturen keinen Platz haben. Vielmehr wird zur Charakterisierung der dann vorherrschenden gesellschaftlichen Prozesse mit einem Beispiel aus dem Tarifrecht gearbeitet. In dem stehen sich kampfbereite Gruppen gegeneinander, die „jeden Tag die Bedingungen des Zusammenlebens miteinander auszuhandeln haben!“ So – oder so ähnlich – hat sich die frühere Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, Frau Aydan Özoguz , Hamburg(SPD) geäußert. Das wären die Bedingungen eines dauernden „Fast-Bürgerkrieges“ ohne Schießen. Schöne Aussichten!!
Sie und viele andere ihrer Gesinnungsgenossen arbeiten an der Beseitigung des Tatbestandes und des Begriffes„Volk“ und zwar in der Fassung „deutsches Volk“. Folgt man der Argumentation der Ausländerbeauftragten Özoguz gibt es ohnehin keine spezifisch deutsche Kultur. Aber: Es ist nun einmal ein Tatbestand, dass das deutsche Volk eine durch viele Jahrhunderte gewachsene Gemeinschaft ist, die – natürlich im Konzert mit den anderen europäischen Völkern – die deutsche Sprache, ein eigenes Wertesystem, spezifische Ausdrucksformen in seiner Kultur, eine Vielfalt von gewachsenen Beziehungen und geschichtlich entstandener Vorstellungen von politischer Schicksalsgemeinschaft (entsprechend der Definition) entwickelt hat. Es ist schade, dass ihr, der hier geborenen und aufgewachsenen Tochter türkischer Einwanderer, dieses nicht vermittelt wurde.
Durch die Masseneinwanderung von Fremdstämmigen, die nicht assimiliert, wahrscheinlich auch nicht integriert werden können, ist – sowohl die Meinung bestimmter „ Multi-Kulti-Anhänger“ ist der Begriff des „ deutschen Volkes“ nicht mehr verwendbar. Er ist insofern auch störend. Also muss ein anderer her. Der Begriff „Volk“ / „deutsches Volk“ könnte beispielsweise ersetzt werden durch „Bevölkerung“. Das könnte eine adäquate Bezeichnung für die bunt zusammen gewürfelte Schar von Einheimischen und Zugewanderten sein. Schlimmstenfalls sind dann die eingeborenen Deutschen nicht mehr dabei.
Was aber geschieht mit den anderen, von „Volk“ abgeleiteten Begriffen und Namen wie beispielsweise das „ Völkerkundemuseum“ in Hamburg. Es soll/kann/darf sich umbenennen. Die Begründung für die aktuell geplante Umbenennung ist recht sonderbar: Man meint, dass das „Völkerkundemuseum“ negative Assoziationen wecke. Dagegen könne man mit einem neuen Namen neue Besucherschichten erschließen. Man wolle sich in die Reihe der ethnografischen Museen in Europa einfügen, die für zukunftsweisende Konzepte in diesem Bereich ständen! (?)“ Dann wird noch darauf hingewiesen, dass „Völkerkunde“ mit der (lächerlich kurzen !) kolonialen Epoche Deutschlands assoziiert wird und dadurch ein schlechtes Image bekäme. Überhaupt böte der Begriff „Völkerkundemuseum“ nur wenig positive Identifikationsmöglichkeiten.
Egal welche logischen Verrenkungen vorgeführt werden, es wird trotzdem deutlich, dass es eigentlich nicht inhaltlich um die Völkerkunde/Ethnologie sondern um den Begriff des Volkes /der Völker geht. Den möchte man ja ersetzen. Ein „Völkerkunde“-museum könnte in diesem Prozess nur störend wirken.
Derartige Probleme wird der wohl zukünftig notwendige „Hochkommissar für Sprache“, der demnächst als Minister für „Political Correctness“ über die richtige Anwendung der Sprache wachen wird, noch mit anderen Resten des deutschen Nationalstaates haben. Denn es steht am Reichstag immer noch die Widmung „Dem deutschen Volke!“ und im Grundgesetz ist immer wieder vom „deutschen Volk“ die Rede.

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