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Von Dr. Klaus Wieser

„Gutmenschen“ , „Politische Korrektheit“ und die AfD.

Müsste man „Gutmenschen“ irgendwie identifizieren, kämen einem Goethe`s „Faust“ in leicht veränderter Form in den Sinn.

„ Gutmenschen sind ein Teil jener Kraft,
die das Gute will,
jedoch das Böse schafft°!“

Diese „Gutmenschen“ sind diejenigen Zeitgenossen, die glauben, ein Privileg darauf zu haben, stets das „Richtige“, das „Gute“ zu tun. Allein der Glaube reicht für sie, um zu wissen, was das „Gute“ und „Richtige“ ist. Sie wissen, was man zu tun und was man zu denken hat. Allerdings folgen sie in Wirklichkeit nur den Stichwortgebern aus ideologischer Politik und linken Medien.Da sie zur Hordenbildung neigen, bestärken sie sich gegenseitig in ihrem „Gutmensch Sprech“ ( in Anlehnung an Orwells „1984“ ). Wo einer oder angesichts des hohen Frauenanteils – besser: eine – tätig ist, kann sich dieses ausbreiten wie eine Infektionskrankheit .
Das Opfer ihrer Aktivitäten sind häufig genug die Andersdenkenden. Am häufigsten ist es aber das Gemeinwesen.

Nehmen wir uns ein aktuelles Beispiel, das uns diese Problematik verdeutlicht:
Gegenwärtig schafft die Flüchtlingsfrage den „Gutmenschen“ die Gelegenheit, zur Höchstform aufzulaufen. Die von ihnen oder denen, die davon profitieren, erfundene Wortschöpfung: „Willkommenskultur“ wurde und wird zur Zeit von ihnen bis zur Erschöpfung zelebriert. Die weltweite Öffentlichkeit nimmt dieses bewundernd und erstaunt zur Kenntnis. Das wiederum bestärkt sie in ihrem Tun.
Nicht nur die Verfolgten der vielen Diktaturen in der Welt und der durch kriegerische Auseinandersetzungen direkt Bedrohten im Irak, in Syrien, in Afghanistan usw. hören die Geschichte von einem Schlaraffenland in Europa. Sondern auch die Bewohner der Flüchtlingslager, die Arbeitslosen und Armen in den Slums der asiatischen, afrikanischen und südosteuropäischen Großstädte, die Landlosen in abgelegenen Dörfern usw. bekommen mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel das zu wissen. Und dann träumen auch sie davon, in dieses „El Dorado“ Deutschland zu kommen.
Derartiges hat sich immer wieder in der Geschichte der Menschheit zugetragen.

Aber – das schon vorweg: Kämen zu viele von ihnen, wäre dieses Schlaraffenland schon durch schiere Menge der Neuzuwanderer ruiniert.
Wehe aber – jemand wagte es, auf diesen Tatbestand hinzuweisen und das „Wir schaffen das schon!“ anzuzweifeln, dann würde das als abscheulich gebrandmarkt. Schon der Vergleich des Finanzministers Schäuble über die Entstehung dieser Völkerwanderung mit dem einer Lawine führte ja schon zu ehrenrührigen Mutmaßungen über diesen klugen Mann.
Und damit sind wir auch schon am Tatbestand des Zusammenhanges zwischen „Gutmenschentum“ und „Politischer Korrektheit“. „Gutmenschen“ brauchen dringend eine Zensur, um ihr kurzsichtiges Tun ideologisch abzusichern und gegen intellektuellen Zweifel zu immunisieren.

In diesen Zusammenhang gehören auch die Probleme, die die „Gutmenschen“ mit der Rechtsstaatlichkeit haben.
Nehmen wir die „Flüchtlingsfrage“: Nur die wirklichen Opfer politischer Gewalt haben nach unserem Grundgesetz einen Rechtsanspruch auf Asyl. Hinzu kommen die Kriegsflüchtlinge, soweit sie unmittelbar vor tödlicher Gewalt geflohen sind. Diese haben lediglich einen Anspruch aufgrund internationaler Vertragsbeziehungen. Das ist zwar weniger – aber immer noch genug. Denn: Dazu kommt natürlich ein moralisch begründeter Anspruch. Menschen muss man selbstverständlich aus unmittelbarer Bedrohung helfen!
Wie viele „Flüchtlinge“ zu diesen beiden Gruppen von „Zuwanderern“ gehören ? Wahrscheinlich nur ein sehr kleiner Teil.
Der weitaus größte Teil der Zuwanderer stammt bekanntlich aus den Flüchtlingslagern des Nahen Ostens und Afrikas, kommt wahrscheinlich aus den Elendsgebieten der ganzen Welt und setzt sich teilweise zusammen aus abenteuerlustigen jungen Männern auf der Suche nach „El Dorado“ (Goldland). Schließlich gibt es die große Gruppe derer, die sich einfach nur hier durchfüttern lassen wollen.
Nur wenige Menschen werden der Versuchung widerstehen, um für sich selbst und für ihre Angehörigen ein besseres Leben zu haben, ihre Angaben über die Ursachen und den Verlauf ihrer Zuwanderung gegenüber den deutschen Behörden bei Bedarf zu „schönen“.
Je weniger sie davon ausgehen dürfen, dass sie in Deutschland den begehrten Status eines anerkannten politischen Asylanten bekommen werden, umso phantasievoller muss die Geschichte sein. Dafür muss man natürlich häufig seine Identität verschleiern, indem man seinen Pass vernichtet. Eine derartige Korrektur der Wirklichkeit ist Betrug. Nur darf man das nicht so nennen, wenn man bei den „Gutmenschen“ nicht harter Kritik ausgesetzt werden will.
Als Beispiel sei hier nur darauf hingewiesen, dass man schnell zu einer besseren Bleibeperspektive kommt, wenn man sich als Syrer aus dem umkämpften Aleppo ausgibt, obgleich man aus dem vergleichsweise friedlichen Marokko (ebenso arabischsprachig )zugewandert ist.
Falls man absolut nicht als politischer Asylbewerber oder Kriegsflüchtling anerkannt wird, bleibt noch die Möglichkeit des Rechtsweges, um damit eine Duldung zu erreichen. Denn: Je länger dieser Weg durch die Instanzen dauert, umso länger darf man bleiben. Heerscharen von Rechtsanwaltskanzleien sind darauf spezialisiert. Oder man bleibt einfach dickfellig da und vertraut darauf, dass die deutschen Behörden zu feige sind, sich gegen den Willen der „Gutmenschen“ an die Gesetze zu halten. Oder man legt sich eine posttraumatische psychische Störung als Abschiebehindernis zu.
Notfalls bleibt man illegal im Land und hat dann die Chance, weiter mit Hilfe der Gutmenschen durchgefüttert zu werden.

Aber wenn man das diskutieren oder sogar rügen möchte, verstößt man gegen die Prinzipien der „Politischen Korrektheit“ und kann schwere Sanktionen erleben.
Wir haben das am Fall der Lampedusa – Flüchtlingen erlebt, die vorsichtshalber mehrheitlich von vornherein illegal blieben, weil sie wussten, dass sie mit ihrer „Geschichte“ keine Chance auf legales Asyl gehabt hätten. Oder aber: Weil sie „Dreck am Stecken“ hatten, wie auch gemunkelt wurde.

Wir haben also eine große Anzahl von Zuwanderern in Hamburg, die geduldet werden, denn in Hamburg wurde jahrelang so gut wie nicht abgeschoben.Nun ist aber durch sie für die Zuwanderer – Lawine ein Problem entstanden, denn ihr Heimplatz wird für die wirklichen Opfer von Krieg und politischer Gewalt gebraucht. Schon sind wieder die „Gutmenschen“ zur Stelle, um die Öffentlichkeit gegen die Ausweisung der ( seien wir einmal mutig!) „Asylbetrüger“ zu mobilisieren:
Rührselige Geschichten werden veröffentlicht, die Öffentlichkeit wird mobilisiert, berechnende Politiker machen ihren Kniefall und die Verwaltung knickt ein. Die einigermaßen akzeptablen Wohnmöglichkeiten dieses Personenkreises bleiben weiter durch sie besetzt, der Steuerzahler zahlt und die neuen „echten“ Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge frieren in den Zelten.

Darf man dieses Problem diskutieren ? Natürlich nicht! Denn wer das wagt, fällt der „politischen Korrektheit“ zum Opfer. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass auch dieser Beitrag hier mehr Missbilligung findet, als sich mit einer hochgezogenen Augenbraue ausdrücken lässt.
Und bei allem geht verloren, was die Mütter und Väter unserer Verfassung mit dem Grundgesetz schaffen wollten: Die gerechte Basis für eine gleichermaßen wehrhafte wie humane Demokratie. Der jahrzehntelange wiederholte Verstoß der Altparteien gegen den Wortlaut und den Geist unserer Verfassung hat sie geschwächt und entwertet.
Nur die AfD hält dagegen. Unser Trost: auch mehr und mehr Menschen begreifen das. Umso wütender reagieren die Herrschenden gegen uns.
Zusammen mit dem „Gutmenschentum“ und der „Politischen Korrektheit“ kann man die Demokratie in unserem Land auf dem Marsch zu weißrussischen/russischen Verhältnissen sehen.
Wer mit einigermaßen Verstand sieht nicht das Menetekel an der Wand ??

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