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Von Dr. Klaus Wieser


Schuld und Mitschuld an dem Terror in Deutschland

Haben wir Mut zur Wahrheit! Und zur Wahrheit gehört, dass auch Deutschland zukünftig immer wieder vom islamistischen Terror überzogen werden wird. Jedes Mal werden wir uns fragen, was denn jene Attentäter zu ihrem Handeln veranlasst hat.

Ist jedoch eine derartig rationale Fragestellung hilfreich? Denn die Motivlage ist unserem Verständnis nach wenig nachvollziehbar. Bisher haben sich die Täter darauf berufen, dass der Koran oder der Prophet Mohammed beleidigt worden sei oder darauf, dass die“ Ungläubigen“ widerwärtig und des Todes seien usw. Um das alles richtig einzuordnen, reicht unsere Alltagserfahrung in unseren trotz der weitgehenden Säkularisation noch überwiegend christlich geprägten Gesellschaft im Regelfall nicht. Deshalb kommt man um die Lektüre des Korans nicht herum, obgleich das sehr mühsam ist. Besonders aus den Suren acht und neun des Korans kann man ersehen, dass Mohammed das Christentum als wichtigen Gegner ansah, der beseitigt werden sollte. Zwar werden nach den Regeln der Scharia Juden und Christen als Dhimmis in einer islamisierten Welt geduldet; anders als die Angehörigen anderer Religionen oder Kulte. Denen wird Gewalt bis zur physischen Vernichtung angedroht, wenn sie sich nicht zum Islam „bekehren“. Bekanntlich ist der Islam mit diesem „robusten Missionierungsmandat“ sehr erfolgreich gewesen. Überall wo er längere Zeit geherrscht hat, sind andere Religionen ihm zum Opfer gefallen. Es gibt natürlich Ausnahmen: Spanien, Griechenland und einige Gebiete auf dem Balkan, große Teile Indiens usw. Die Ursache für diese „progressive Form“ des „Missionierungsgebotes“ liegt in der Person des Religionsstifters begründet: Er war Kriegsherr und Herrscher über die von den islamischen Heeren eroberten Gebiete.

Man muss davon ausgehen, dass der Koran authentisch ist. Auch dürfen bekanntlich die Offenbarungen des Propheten nicht verändert werden. Das gilt nicht nur für die humanen Abschnitte des Koran, sondern auch für die aggressiven. Diese Auffassung macht eine denkbare Überarbeitung des Korans und das Entstehen eines „Islams mit humanitären/menschlichen Antlitz“ oder eines „europäischen Islams“ schwer bis unmöglich. Es behindert auch die entsprechende Interpretation des Islams durch die Imame und die jeweiligen Gläubigen selbst. Deshalb ist es relativ leicht, nicht ganz „windschnittige“ Muslime als Abtrünnige zu diffamieren und ihren Abfall vom Glauben zu ahnden.

Unter diesen Umständen erscheint es als erstaunlich, dass es trotzdem hier in Deutschland Bemühungen gibt, einen modernisierten oder humanisierten Islam zu entwickeln – beispielsweise an der Universität Münster, Zentrum für Islamische Theologie, oder durch den „Liberal Islamischen Bund“. In der „Freiburger Erklärung“ wird ein entsprechendes Programm formuliert. Dass diese Bemühungen liberaler Moslems bisher nicht sehr erfolgreich waren, kann man an den Erfahrungen von Frau Lamy Kaddors am 17.06.2017 gut nachvollziehen. Sie initiierte eine Demonstration: „Nicht in meinem Namen!“ Islamistische Terrorakte- so ihr Postulat – könnten nicht im Namen des Islams gerechtfertigt werden. Denn dieser sei im Kern friedlich. Sie und alle anderen friedlichen Muslime wollten nicht bei Terrorakten mithaften.

An dieser Demonstration nahmen nur relativ wenige Moslems teil. Die etablierten moslemischen Verbände – voran die DITIB – verweigerten die Teilnahme und boykottierten diese Aktivistin. Was bedeutet das für das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft? Wohl nichts Gutes. Das auch vor dem Hintergrund, dass nach erfolgreichen Terrorangriffen in deutschen muslimischen Vierteln Freudenfeste gefeiert wurden. Aber auch ohne diese extreme islamistische Erscheinungsform besteht eine Gefahr für das zivilisierte Abendland. Das gilt besonders für Deutschland nach der Aufnahme derartig vieler Muslime und der verbreiteten Unkenntnis über die dunkle Seite des Islam. Man bedenke, dass zu der bereits hier lebenden wenig integrierten muslimischen Bevölkerung ab September 2015 sehr viele neue Muslime hinzugekommen sind. Es ist deshalb abzusehen, wann die Zugewanderten hier den Ton angeben. Nach unseren Erfahrungen mit der Mehrheit der bereits zwei Generationen hier lebender Türken, von denen bis in die jüngste Vergangenheit fälschlicherweise angenommen wurde, dass sie sich hier integriert hätten, ist auch von diesen überwiegend arabischen Zuwanderern nicht eine Übernahme unserer rechtstaatlichen, demokratischen Kultur zu erwarten, sondern eine Entwicklung hin zu den Normen des Korans – schlimmstenfalls in seiner wahhabitisch/salafistischen Auslegung. Die religiöse Toleranz, die Gleichberechtigung aller vor dem Gesetz, die Gleichstellung von Mann und Frau, die Berücksichtigung der Würde des Menschen, das Demokratieprinzip, also die tolerante Demokratie usw. hätten keinen Platz in dieser Zukunftsgesellschaft. Ein Übertritt zu einem anderen Glauben wäre für Muslime ein todeswürdiges Verbrechen, Homosexualität würde verfolgt usw. Gewalt ist bereits alltäglicher geworden Die Tradition der deutschen Kultur würde abbrechen – vergleichbar mit dem Ende der byzantinischen Kultur.

Es gibt aber noch ein anderes Scenario – nämlich, dass die deutsche Bevölkerung sich dagegen wehrt. Die Verantwortlichen würden den Wert und die Wichtigkeit der wehrhaften Demokratie wieder erkennen und danach handeln. Die Notwendigkeit hierzu ergibt sich daraus, dass auch in einer islamisierten Gesellschaft der islamistische Terror nicht aufhört. Denn, wenn der Abfall vom „rechten“ Glauben als todeswürdiges Verbrechen gilt, und jeder unter Berufung auf den Koran dies „rächen“ darf, bedeutet dieses das Ende einer zivilisierten Gesellschaft in Deutschland. Vielleicht mag es eine zu düstere Spekulation sein, wenn man es für möglich hält, dass irgendwann in der Zukunft der Widerstand der deutschen und eingedeutschten Bevölkerung gegen eine Islamisierung zu einer Art Bürgerkrieg führen könnte. .Alles das sollte jedoch bei allen Entscheidungen mit bedacht werden. Die Verantwortlichen von heute tragen nämlich auch eine Verantwortung für die Zukunft! Leider reicht ihr zeitlicher Horizont im Regelfall nur bis zur nächsten Wahl. Quo vadis Deutschland?

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