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Von Eik Hinrichsen.

Jahrzehntelang forderten die Vertreter des linken politischen Lagers eine bunte, weltoffene und tolerante Gesellschaft und sahen in jedem Ausländer, der den Weg durch die offenen Grenzen nach Deutschland fand, per se eine Bereicherung. Nun werden die Vertreter des – inzwischen sogar vom ehemaligen Bundespräsidenten Gauck kritisierten – „Multikulturalismus“ immer stärker mit der Realität konfrontiert: Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft beklagt in einem aktuellen Antrag eine „wachsende politisch-religiöse Radikalisierung“ an Hamburgs Schulen und fordert einen massiven Ausbau der Präventionsarbeit.

Als besonders bedrohlich sieht DIE LINKE in diesem Zusammenhang „die Gefahr, dass Schüler/-innen sich von fundamentalen islamistischen Ideen vereinnahmen oder überzeugen lassen könnten“. Und diese „ausgrenzenden, fundamentalen Überzeugungen“ hätten „bereits das Ausmaß einer Jugendsubkultur angenommen“. Richtig beschreiben die LINKEN auch, dass „keineswegs allein solche mit sogenanntem Migrationshintergrund, zur Zielgruppe für extremistische Vereinnahmungen islamistischer und jihadistischer Prägung durch Dritte“ würden. (Korrekt: Auch Deutsche Schüler werden immer häufiger mit islamistischer Propaganda angeworben. Das nennt man übrigens Islamisierung!)

Sehr bahnbrechende Erkenntnisse von den Vertretern der LINKEN, die gerade in den letzten zwei Jahren bedingungslos die unkontrollierte und unbegrenzte Einwanderung von Millionen Armutsmigranten aus zumeist muslimischen Ländern unterstützten und Kritiker dieses Kurses – auch besonders in der Hamburgischen Bürgerschaft – auf das Übelste diffamierten und ihnen den Status einer demokratischen Gesinnung absprachen.

DIE LINKEN wären aber nicht DIE LINKEN, wenn sie auch nach dieser richtigen Problembeschreibung eines wachsenden Islamismus an Hamburger Schulen nicht zu einer völlig abstrusen Ursachenanalyse kämen und daraus die falschen oder nur unzureichenden Gegenmaßnahmen ableiten würden.

Schuld an der Entwicklung einer politisch-religiösen Radikalisierung seien laut Antrag der LINKEN „die zunehmende Duldung rassistischer Positionen samt entsprechender politischer Bewegungen inmitten unserer demokratischen Gesellschaft, aber auch die weiter unzureichende Konsequenz bei der Inklusion seitens staatlicher Strukturen“.

Auf so viel Unsinn muss man erstmal kommen! Die Kritiker von muslimischer Masseneinwanderung und gescheiterter Inklusion (bei den LINKEN synonym durch den Begriff „Rassisten“ ersetzt) sind die Ursache für eine wachsende Islamisierung an Hamburger Schulen? Deshalb sollten Präventionsmaßnahmen nach Meinung der LINKEN auch „keine Stigmatisierungen oder rassistischen Zuschreibungen reproduzieren“. Was hier gut klingt, heißt in Wirklichkeit: Islamismus bekämpfen, ohne ihn beim Namen zu nennen. Der große rosa Elefant steht im Raum, aber man ignoriert ihn.

Auch der Vorschlag, „Projekte“ und „Dialoge“ würden den Schülern „unterschiedliche Perspektiven auf Themen wie Kultur und Religion aufzeigen“ und seien „sehr hilfreich zur Prävention gegen Radikalisierungsgefahren“ sowie zur „Förderung der Toleranz“ laufen oftmals ins Leere, wenn in den Lerngruppen oder ganzen Schulen bereits ein Migrantenanteil von mehr als 70, 80 oder 90 Prozent zu verzeichnen ist und dieser Anteil stark von muslimischen Schülern geprägt wird. Islamistische Verführer und Hassprediger, die andere Religionen nicht als gleichwertig anerkennen, haben dann umso leichteres Spiel für ihre Propaganda. Die Forderung nach mehr Prävention kann daher nur noch die Symptome einer bereits bedrohlichen Entwicklung bekämpfen. Effektiver wäre es, durch eine stark begrenzende sowie auf eine kulturell nahestehende und qualifizierte Zuwanderung zu setzen, um muslimische Parallelgesellschaften, die oftmals auch zu den am stärksten ökonomisch „Abgehängten“ gehören, nicht weiter entstehen und wachsen zu lassen.

So ist das wachsende Problem der islamistischen Radikalisierung an den Hamburger Schulen ein alarmierender Beleg einer vollends gescheiterten Zuwanderungs- und Integrationspolitik, die sich durch eine zu hohe, zu schnelle und weitestgehend aus muslimischen Herkunftsländern erfolgte Zuwanderung nach Hamburg ergibt.
Genau dort müssten die politisch Verantwortlichen ansetzen: Zuwanderung massiv begrenzen und Ausreisepflichtige sowie temporär Schutzbedürftige konsequent zurückführen.

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