Von Dr. Klaus Wieser.

Willkommenskultur als Religionsersatz.

Seitdem das Christentum in Deutschland einen großen Teil seiner Bindungswirkung eingebüßt hat, leiden in unserem Land viele Menschen unter der sich dadurch ergebenden geistigen und geistlichen Leere. Manche der Flüchtigen aus dem Christentum haben sich deshalb sehr unterschiedlichen Religionen angeschlossen wie den anderen großen Weltreligionen: Islam, Buddhismus, Hinduismus, Judentum u. ä. Andere haben sich ausgestorbenen Religionen ausgesucht, um durch sie den von ihnen dringend gesuchten Halt zu finden. Beispielhaft soll hier die Rekonstruktion der religiösen Vorstellungen von Kelten und Germanen genannt werden. Da die meisten Kenntnisse über diese Religionen fehlen, füllen sie diese Lücken einfach mit Selbst Erdachtem und Erträumten auf. Oder es wird einfach Entsprechendes aus dem Christentum entlehnt.
Das gilt noch mehr für die modernsten pseudoreligiösen Vorstellungen, die sich um gesunde Nahrung (beispielsweise Vegetarier, Veganer), um die Ablehnung der Kernkraft, um den Frieden, um das Grün in unseren Städten, gegen “Elektrosmog” usw. entwickelt haben. Und da gibt es noch die „Willkommenskultur“ – der hier ein großer Teil der Gesellschaft zum Opfer gefallen ist.

Die Bibel ist es, die der ” Willkommenskultur ” eine besondere Legitimation verleiht. An vielen Textstellen wird von prominenten Flüchtlingen berichtet – beispielsweise von der Heiligen Familie, die bekanntlich nach Ägypten geflohen ist. Immer wieder werden die Gläubigen in der Bibel ermahnt, den Flüchtlingen Herberge und Schutz zu gewähren. Auch der Koran, die Thora und die heiligen Bücher anderer Religionen fordern eine Aufnahme und gute Behandlung von Flüchtlingen. Ohnehin ist in großen Teilen der Welt das Gastrecht heilig, so dass dem Religionsersatz “Willkommenskultur” eine hervorragende Stellung zukommt.
Wegen seiner Bedeutung soll hier dieser Religionsersatz auf Refugismus getauft werden. Dieses Kunstwort ergibt sich aus dem Englischen und letztlich aus dem Französischen:”refugee” = Flüchtling.

Der Refugismus erfüllt im wesentlichen alle Bedingungen, die für eine ordentliche Religion gelten. Zunächst wird unterstellt, dass die Gläubigen die Anforderungen ihres Glaubens – überwiegend ohne viel nachzudenken – , erfüllen und auch gegenüber Dritten verteidigen. Dann gibt es wie in jeder ordentlichen Religion im Refugismus auch “Gottesdienste” – vergleichbar mit den Verhältnissen im Christentum.

1. Allgemein bekannt sind die Eröffnungs – “Gottesdienste”, da sie in der Vergangenheit unter vollem Medieneinsatz stattfanden: Wir nennen sie “Begrüßung”.
Wir kennen die Bilder und sahen auch die religiöse Hingabe der gläubigen Refugier.
Da die Rahmenbedingungen dafür seltener werden, gibt es diese Form der Gottesdienstes auch immer weniger.

2. Die zweite Form dieser Aktiv -”Gottesdienste” nennt sich “Helfen”.
Sie hat einen quantitativ großen Umfang eingenommen und wächst weiter.
Diese Form der Gottesdienste ist besonders anstrengend und zeitaufwendig.

3. Die dritte Form der Aktiv -” Gottesdienste” ist “Verteidigen”, beginnend mit der verbalen Unterstützung der “Flüchtlinge/Einwanderer “. Diese Form dürfte sehr stark wachsen, weil die Notwendigkeit des Verteidigens zunehmen wird, denn: die Einheimischen werden immer stärker belastet werden und die wilde Pro- Flüchtlingspropaganda wird an Wirkung verlieren, zumal bei der Bevölkerung eine wachsende Abneigung gegen die derzeitige Flüchtlingspolitik wahrzunehmen ist. Dazu kommt die negative Wirkung der Aktionen der selbst ernannten Kampfverbände der Refugier.

Der Refugismus hat natürlich auch so etwas wie eine Heilserwartung. Diese könnte für den Einzelnen in einer gewissen Selbstbeweihräucherung und in einem positiven dauerhaften Andenken durch die Refugier – Gemeinde liegen. Seitens der Erzmutter des deutschen Refugismus, der Bundeskanzlerin Angela Merkel ( “Mama bzw. Mutti Multikulti” ) und ihrer Jünger wird wohl gehofft, dass ihr Verhalten einst so gewürdigt werden wird wie das des Großen Kurfürsten. Dieser gab im Jahre 1685 den in Frankreich verfolgten Protestanten ( sog.”Hugenotten”) in Preußen eine neue Heimat. Oder aber wie das des König Friedrich Wilhelm I von Preußen, der 1732 den aus Salzburg vertriebenen Protestanten ( sog.”Salzburger Exulanten” ) ansiedelte.
Andere Anhänger dieser Ersatzreligion wünschen sich derartige Ergebnisse wie eine “Multikulti- Gesellschaft” schon in einer Generation, in der die Deutschen im eigenen Land zur Minderheit würden und ähnliches mehr.
Strafen gibt es natürlich im Refugismus wie in jeder ordentlichen Religion auch. Beschimpfungen wie “Pack”( Gabriel),” Rattenfänger”( Dressel ), “Nazis” (unbekannte Hamburger an den Infoständen usw.), Diskriminierungen bis hin zu Androhungen von beruflichen Nachteilen, Gewalt, Beschmierung von Hauswänden usw. Man muss schon Einiges in Kauf nehmen, wenn man sich gegen diese törichte Ersatzreligion stemmt. Sogar die Beobachtung durch den Verfassungsschutz wurde den Anti – Refugisten bereits in Aussicht gestellt.
Die laufende Hetze gegen die AfD hat zwar noch nicht den Stellenwert einer Wallfahrt zu den offenen Grenzübergängen – wird aber als sehr verdienstvoll angesehen.

Gepredigt, interpretiert und am Leben gehalten wird der Refugismus durch eine nicht unerheblichen Anzahl von “linken” Politikern und Journalisten. Sie bilden – wie in jeder Religion – die Priesterschaft. Nebenbei wird von den Gläubigen die blühende Sozialindustrie maßgeblich unterstützt, mit der ein Teil von ihnen ohnehin verbunden ist. Anders als in der katholischen Kirche – eher wie im Protestantismus – gibt es im Refugismus keine zentrale Einrichtung, die die laufende Erstellung und Interpretation refugeler heiliger Schriften über Länder- und Sprachgrenzen bewirkt.

Auch wenn sich am Ende doch die Vernunft gegen den törichten Refugismus durchsetzen wird, ist mit einem sehr hohen Schaden für die Kohäsion der deutschen und der bereits hier lebenden ausländischen Bevölkerung zu rechnen.
Aber bedauerlicherweise handelt es sich dabei um eine Tatsache, die immer wieder in der deutschen Geschichte aufgetaucht ist. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang der Dreißigjährige Krieg.
Und auch in diesem Beispiel gab es in Deutschland nur einen Verlierer – nämlich die Deutschen.
Es sieht so aus, als wenn sich hier die Geschichte wiederholt.

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